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17.09.2013
Bauland und leerstehende Wohnungen mobilisieren: Nachhaltigkeit und Soziales miteinander verknüpfen!

Die Schaffung von sozial erschwinglichem Wohnraum ist ohne Zweifel eine der prioritären Aufgaben der Politik der nächsten Legislaturperiode. Neben notwendigen sozialpolitischen Massnahmen, kommt dabei einer Innenentwicklung unserer Ortschaften – vor einer Öffnung der Bauperimeter – eine absolute Priorität zu: dies verlangt u.a. sowohl das Programm der Landesplanung, das IVL-Konzept wie auch der nationale Plan der nachhaltigen Entwicklung bzw. des Naturschutzes.

Die derzeit in den kommunalen Bauperimetern ausgewiesenen Wohngebiete ermöglichen – laut statistischen Berechnungen - die Schaffung von Wohnraum für –zig Tausende von Familien. Zudem soll im Entwurf des sektoriellen Planes “Logement” 500 ha neues Siedlungsland ausgewiesen werden. Das Grundproblem besteht somit in erster Linie in der Mobilisierung des verfügbaren Baulandes bzw. von nicht genutztem Wohnraum!

Dazu braucht es, statt pauschalisierender Aussagen, eine Vielzahl mutiger politischer Schritte: u.a. eine grundlegende Reform der Grundsteuer, spezifische und zeitlich gestaffelte Abgaben auf nicht genutzten Flächen bzw. Wohnraumes, die verstärkte Umnutzung von innerörtlichen Freiflächen z.B. von Industriebrachen, eine gezielte Förderung des “Wohnens in der Stadt” sowie einer regelrechten Kommunikationsstrategie, um Eigentümer direkt auf die Mobilisierung von ausgewiesenem Bauland anzusprechen. Auch gilt es innovative Konzepte zu unterstützen, um “Wohnen”, “Arbeiten” und “Nahversorgung” näher zueinander zu bringen und die Anbindung an den öffentlichen Transport zu gewährleisten.

Dies bedeutet, dass eine nachhaltige Siedlungsentwicklung in und um bestehende urbane Zentren gefördert werden muss und nicht eine weitere Zersiedlung der freien Landschaft. Wer letzteres möchte, nimmt erhöhte Infrastrukturkosten für die Gemeinden in Kauf, ebenso wie ein grösseres Mobilitätsaufkommen, eine Zerstörung von Erholungsgebieten und landwirtschaftlicher Flächen sowie generell eine völlig unrationelle Nutzung der begrenzten Fläche unseres Landes. Der Mouvement Ecologique wird sich mit Nachdruck gegen eine solche unverantwortliche Politik zur Wehr setzen, die alle Grundsätze einer nachhaltigen Entwicklung in Frage stellt.

Man kann nicht Probleme in einem Bereich dadurch lösen, dass man sie in einen anderen Bereich verlagert: vielmehr muss versucht werden, Nachhaltigkeit mit Sozialem zu verknüpfen! Deshalb brauchen wir eine grundlegende Diskussion über die zukünftige Entwicklung unseres Landes, dies in einem verstärkten Dialog zwischen Staat und Gemeinden, der Unterstützung regionaler Zusammenschlüsse von Gemeinden und einer verstärkten Bürgerbeteiligung.

 



Autor: Mouvement Ecologique

 Communique_Bauperimeter_17.09.2013.pdf

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